Katarakt-Operation
in der Augentagesklinik
Zehlendorf
Grauer Star (Katarakt)
Als Grauer Star – medizinisch Katarakt – bezeichnet man eine Trübung der natürlichen Augenlinse. Sie tritt meist altersbedingt auf (Altersstar), kann jedoch auch durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, durch Verletzungen, Strahleneinwirkung oder als Folge bestimmter Erkrankungen entstehen. Auch die Einnahme von hochdosiertem Kortison kann eine Eintrübung der Augenlinse begünstigen.
Die häufigste Ursache des Grauen Stars ist jedoch der natürliche Alterungsprozess der Linse. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel der Linse, wodurch sie weniger mit Nährstoffen versorgt wird. Dadurch verhärtet sich die Linse und das Sehvermögen verschlechtert sich schrittweise.
Typische Symptome des Grauen Stars sind eine zunehmende Verschlechterung der Sehschärfe, vermindertes Kontrastsehen, eine verschwommene Sicht sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Häufig treten die Beschwerden zunächst bei schlechten Lichtverhältnissen oder in der Dämmerung auf. In fortgeschrittenen Stadien kann das Sehen deutlich eingeschränkt sein.
Behandlung des Grauen Stars
Der Graue Star kann weder durch eine Brille noch durch Medikamente dauerhaft behandelt werden. Wenn eine Behandlung erforderlich ist, kann die getrübte Linse nur operativ dauerhaft beseitigt werden. Dabei wird sie durch eine künstliche Intraokularlinse ersetzt.
Die Kataraktoperation ist ein häufig durchgeführter und etablierter Eingriff. Durch den Einsatz moderner Operationstechniken kann die Sehqualität in vielen Fällen verbessert werden.
In unserer Augentagesklinik in Berlin beraten wir Sie ausführlich zur Auswahl der passenden Kunstlinse. Neben modernen Standardlinsen stehen auch verschiedene Premiumlinsen, beispielsweise Multifokallinsen oder torische Linsen, zur Verfügung. Diese können zusätzlich Fehlsichtigkeiten korrigieren und häufig zu einer geringeren Brillenabhängigkeit beitragen.
Unsere erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzte sowie speziell geschulte Refraktivberater begleiten Sie dabei, die für Sie individuell geeignete Linse auszuwählen.
Möchten Sie über die Sonderlinsen mehr erfahren? Gerne beraten wir Sie individuell zu den verschiedenen Sonderlinsen und finden gemeinsam die passende Lösung für Ihre Bedürfnisse.
Die Grauer-Star-Operation
Der eigentliche Eingriff dauert meist nur wenige Minuten und wird ambulant vorgenommen. Dies ermöglicht es den Patienten, nach einer kurzen Erholungszeit rasch wieder nach Hause zu gehen.
Für die Operation stehen zwei unterscheidbare Operationsverfahren zur Verfügung.
Konventionelle manuelle Kataraktoperation
Schritt 1
Mittels eines minimalen Einschnitts in die Hornhaut wird die natürliche Linse im Auge behutsam entfernt.
Schritt 2
Die zuvor ausgewählte Kunstlinse wird in den Kapselsack implantiert, wo sie sich kontrolliert entfaltet und stabil verankert wird.
Schritt 3
Das Auge wird zum Schutz mit einem Salbenverband versorgt. Nach einer kurzen Beobachtungsphase in unserer Klinik können Sie wieder nach Hause gehen.
Femtosekundenlaserassistierte Kataraktoperation (FLACS)
Für die Operation stehen zwei unterscheidbare Operationsverfahren zur Verfügung.
Schritt 1: Zugang zur trüben Linse
Ein Zugang mittels Femtosekundenlaser ermöglicht eine bildgestützte, computergesteuerte und reproduzierbare Eröffnung der vorderen Linsenkapsel. Die kreisförmige Kapselöffnung unterstützt die geplante Positionierung der Kunstlinse.
Schritt 2: Entfernung der getrübten Linse
Der Laser fragmentiert die Linse mittels kurzer Lichtimpulse. Dadurch kann die anschließend benötigte Ultraschallenergie vermindert werden. Anschließend werden die Linsenfragmente durch die Operateurin bzw. den Operateur abgesaugt und erforderlichenfalls mit Ultraschall weiter zerkleinert. Eine generelle Überlegenheit bei Sehresultat oder Komplikationsrate ist nicht belegt.
Schritt 3: Einsetzen der Kunstlinse
Die zuvor ausgewählte Kunstlinse wird eingesetzt. Sie wird gefaltet mit einem Injektor eingeführt, entfaltet sich kontrolliert und wird präzise positioniert.
Ablauf Ihrer Katarakt-Behandlung bei uns
Am Tag der Voruntersuchung
- Bringen Sie Ihre Versicherungskarte und ggf. einen Überweisungsschein mit.
- Falls Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, bringen Sie Ihren aktuellen Medikamentenplan mit.
- Bitte kommen Sie möglichst nicht mit dem Auto, da Ihre Pupillen im Rahmen der Untersuchung mit Augentropfen erweitert werden.
Vor der Operation
- Kommen Sie bitte nüchtern zur Operation: sechs Stunden vorher nichts essen; zwei Stunden vorher nichts trinken.
- Bringen Sie bitte Ihre Operationsunterlagen sowie Ihre Versicherungskarte zum Termin mit.
- Planen Sie bitte für Ihren Aufenthalt am Operationstag zwei bis drei Stunden ein.
- Vor dem Eingriff sprechen Sie mit dem Anästhesisten sowie mit Ihrem Operateur. Sie erhalten ein leichtes Medikament zur Beruhigung. Nach vier bis sechs Wochen erfolgt die Operation am zweiten Auge.
- Zunächst wird nur ein Auge operiert. Die Pupille wird weitgestellt und das Auge wird mittels Augentropfen betäubt. Die Operation verläuft für Sie schmerzfrei.
Was passiert nach der Operation?
- Auch wenn der Eingriff zu einer Routineoperation zählt, müssen verschiedene Maßnahmen beachtet werden. Sie werden vorab in einem Aufklärungsgespräch ausführlich informiert.
- Die Operation selbst dauert in der Regel 10 bis 30 Minuten – Ihr gesamter Aufenthalt bei uns: zwei bis drei Stunden.
- Sobald Sie von unseren Ärzten verabschiedet werden, können Sie mit einer Begleitperson nach Hause fahren oder wir bestellen Ihnen ein Taxi. Bitte schonen Sie sich nach der Operation.
- Sie bekommen von uns ein Rezept, einen Tropfplan, den Linsenpass und den Operationsbericht mit.
- Leichte Beschwerden können vorübergehend auftreten. Starke oder zunehmende Schmerzen oder eine plötzliche Sehverschlechterung erfordern unverzüglich augenärztliche Abklärung.
- Am nächsten Tag gehen Sie zur Kontrolle zu Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt.
- Die Nutzung einer Sonnenbrille kann in der ersten Zeit als hilfreich empfunden werden, da Sie jetzt nicht mehr durch die trübe Augenlinse schauen, sondern durch die neue lichtdurchlässige Kunstlinse. Mit der Zeit werden Sie sich an die neue Helligkeit in Ihrem Leben gewöhnen.
- Bitte schonen Sie sich am OP-Tag.
Termin vereinbaren und mehr über Ihre Behandlungsmöglichkeiten erfahren!
Vereinbaren Sie einen Termin und erfahren Sie mehr über die vielfältigen Behandlungsmethoden unserer Klinik.
Der Nachstar
Nach einer Kataraktoperation kann bei etwa 20 % der Patientinnen und Patienten im Verlauf ein sogenannter Nachstar entstehen. Ursache sind verbliebene Linsenepithelzellen im Kapselsack, die sich im Laufe der Zeit vermehren und zu einer erneuten Eintrübung der hinteren Linsenkapsel führen können.
Typische Anzeichen sind verschwommenes Sehen, eine verminderte Kontrastwahrnehmung oder eine erhöhte Blendempfindlichkeit – ähnlich wie beim Grauen Star.
Die Behandlung erfolgt mittels YAG-Laser (YAG-Kapsulotomie). Dabei wird die eingetrübte Kapsel mit einem Laser eröffnet. Die Behandlung erfolgt meist ambulant und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Über Ablauf und Risiken wird gesondert aufgeklärt.
- Grauer Star – FAQ
Häufige Fragen
In den FAQs haben wir verständliche und prägnante Antworten zu allen Fragen bezüglich der Eignung, der genauen Durchführung und der Heilung zusammengestellt. So erhalten Sie die beste Vorbereitung und gewinnen ein sicheres Gefühl für die Zeit vor, während und nach dem Eingriff.
Was ist der Graue Star?
Der Graue Star (medizinisch: Katarakt) ist eine Trübung der natürlichen Augenlinse. Dadurch wird das Sehen zunehmend verschwommen, Kontraste nehmen ab und Betroffene reagieren empfindlicher auf Licht.
Wann sollte der Graue Star operiert werden?
Eine Operation wird empfohlen, wenn die Sehverschlechterung den Alltag spürbar beeinträchtigt – beispielsweise beim Lesen, Autofahren oder Arbeiten am Bildschirm. Der optimale Zeitpunkt wird im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung individuell festgelegt.
Wie läuft eine Grauer-Star-Operation ab?
Bei der Kataraktoperation wird die eingetrübte Linse entfernt und durch eine moderne Kunstlinse ersetzt. Der Eingriff erfolgt meist ambulant, dauert nur wenige Minuten und gehört zu den häufigsten Operationen in der Augenheilkunde.
Ist die Grauer-Star-Operation schmerzhaft?
Wie lange dauert die Heilung nach einer Kataraktoperation?
Welche Kunstlinsen gibt es?
Neben Standardlinsen (Monofokallinsen) stehen auch Premiumlinsen wie Multifokallinsen, torische Linsen oder EDOF-Linsen zur Verfügung. Diese können zusätzlich Fehlsichtigkeiten korrigieren und die Abhängigkeit von einer Brille reduzieren.
Kann der Graue Star wiederkommen?
Der Graue Star selbst kann nach der Operation nicht wieder auftreten. In einigen Fällen kann sich jedoch ein sogenannter Nachstar entwickeln, der sich unkompliziert mit einem YAG-Laser behandeln lässt.
Wird die Grauer-Star-Operation von der Krankenkasse übernommen?
Die konventionelle Kataraktoperation steht als Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen zur Verfügung. Die femtosekundenlaserassistierte Kataraktoperation (FLACS) ist ein hiervon unterscheidbares Operationsverfahren und wird privat vereinbart. Über die individuellen Kosten informieren wir Sie vor Ihrer Entscheidung schriftlich.
Kann ich nach der Operation ohne Brille sehen?
Mit einer Standardlinse wird meist ein gutes Sehen in der Ferne erreicht, während für Nähe häufig eine Lesebrille benötigt wird. Premiumlinsen können die Brillenabhängigkeit deutlich reduzieren.
Wo kann ich eine Grauer-Star-Operation in Berlin durchführen lassen?
In unserer Augentagesklinik in Berlin führen erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte moderne Kataraktoperationen mit verschiedenen Linsenoptionen durch. Gerne beraten wir Sie individuell zu den Behandlungsmöglichkeiten.


